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In Nordrhein-Westfalen wird zu wenig gebaut

10.02.2017
Kategorie: Allgemein
In Nordrhein-Westfalen wird zu wenig gebaut

Aktuelles über die Entwicklung des Wohnungsmarktes 

BERICHT DER NRW.BANK. Auch wenn in NRW aktuell kräftig gebaut wird - im Lichte steigender Einwohnerzahlen entsteht immer noch zu wenig neuer Wohnraum. Vor allem in den wachsenden Großstädten kann der Neubau auf derzeitigem Niveau der steigenden Nachfrage nicht gerecht werden.

Die NRW.Bank hat ihren Wohnungsmarktbericht 2016 vorgestellt und kommt darin zu dem Schluss, dass sich die Lage auf dem Wohnungsmarkt in Nordrhein-Westfalen noch verschärfen könnte. Gerade in den großen Städten der Rheinschiene liegt der Neubau nach Angaben der Bank zwar auf hohem Niveau. Doch das reiche nicht aus - so werden etwa in Köln und Düsseldorf mittelfristig pro Jahr über 2.000 Wohnungen weniger gebaut als nötig wären.

Eine überaus dynamische Bevölkerungsentwicklung

Insgesamt sind laut der Studie in NRW im Jahr 2015 40.700 Wohnungen fertiggestellt worden, das sind 12 Prozent weniger als im Vorjahr. Die steigenden Zahlen der Baugenehmigung lassen für die Zukunft jedoch eine verstärkte Bautätigkeit erwarten. Als Ursache nennen die Macher der Studie vor allem den Mangel an verfügbarem und bezahlbarem Bauland. Hier müsse laut NRW. Bank verstärkt das Umland in die Deckung des Wohnungsbedarfs einbezogen werden. (Attraktive Immobilienangebote bei Martina Willms)

Die hohe Nachfrage nach Wohnräume in NRW ergibt sich nach Angaben der Studie aus weiterhin steigenden Bevölkerungszahlen. So nahm die Einwohnerzahl Nordrhein-Westfalens 2015 um insgesamt 227.000 Einwohner auf 17,9 Millionen zu – ein Plus von 1,3 Prozent. Dieser Wanderungsgewinn ist so hoch wie in den vergangenen 10 Jahren zusammengenommen. Nicht nur die Asylsuchenden sind für den Zuwachs verantwortlich, auch der Zuzug aus der EU ist seit Jahren hoch. Auch Städte wie Krefeld, Mönchengladbach oder das Bergische Städtedreieck wachsen wieder – in den vergangenen Jahren war hier noch eine Abwanderung zu beobachten gewesen. Am stärksten ist jedoch die Binnenwanderung von Menschen, die innerhalb von NRW etwa vom Land in die Stadt ziehen.

Solche Umzüge machten 2015 sogar 65 Prozent aller Wanderungen aus, schreibt die NRW.Bank. In der Folge wächst die Wohnraumnachfrage in den Ballungsgebieten, während sie auf dem Land abnimmt. Unter dem Strich geht die Bank – wie auch das NRW-Bauministerium – von einem Neubaubedarf von 400.000 Wohnungen bis zum Jahr 2020 aus.

 

Quelle: www.HausundGrund-Eschweiler.de